truckoo macht den Verkauf von gebrauchten Nutzfahrzeugen und Baumaschinen einfacher

Hallo Julia, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei truckoo kurz vor:

Hi, Ich bin Julia Unützer, Gründerin von truckoo. Vor der Gründung von truckoo im Januar 2020, habe ich als Unternehmensberaterin bei einer Münchner Unternehmensberatung gearbeitet. Mein Mitgründer Max Füchsl war einige Zeit in der Berliner Startup Szene bei Rocket Internet Ventures und dann in leitender Funktion bei einem mittelständigen, traditionellen Nutzfahrzeughandel tätig.

Neben uns beiden arbeiten noch weitere 8 Kollegen im Sales und 2 Kollegen in unserer Tech-Abteilung. Trotz der aktuellen schwierigen Situation aufgrund der aktuellen Corona Pandemie – ein ordentlich wachsendes Team!

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

truckoo, als Tech Startup, hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale flächendeckende Einkaufsinstanz von gebrauchten Nutzfahrzeugen und Baumaschinen zu werden. Die Idee: einfacher Verkauf des eigenen Gebraucht-Fuhrparks über die vertraute eigene LKW-Werkstatt.

Werkstätten im truckoo Netzwerk können erstmalig ohne viel Aufwand und Risiko den Verkauf der Gebrauchtfahrzeuge ihrer eigenen Kunden anbieten – dank truckoo als verlässliches Betriebssystem.

Das bedeutet konkret: Ausgerüstet mit der truckoo App – werden Werkstattmeister für Ihre Kunden jederzeit aktiv und nehmen die Fahrzeuge und dessen Zustand auf. Die Daten werden in Echtzeit an den exklusiven internationalen Händlerkreis angeboten. Der Händler bspw. in Süditalien kann nun einen Preis abgeben, welchen truckoo 1:1 an den Verkaufskunden kommuniziert – absolut digital – so „Echtzeit“ wie möglich. Die übliche Preisverhandlung bilden wir für beiden Seiten in der jeweiligen Landessprache ab.

Welches Problem wollt Ihr mit truckoo lösen ?

Der heutige analoge Ansatz des An- und Verkaufs von gebrauchten Nutzfahrzeugen und Baumaschinen ist sehr zeit- und kostenintensiv, die Margen kleiner, das Risiko falscher Preisbewertung deutlich höher – im Gesamten schlichtweg nicht mehr zukunftsfähig.

Um sich bspw. ein Bild über den Zustand des Fahrzeugs zu machen, betreibt die Händlerbranche unheimlich kostenintensive Aufwendungen mit unter anderem bis zu 1.000km Tagesfahrten. Sofern man sich handelseinig wird – wird zudem der Fahrer dorthin geschickt, um das Fahrzeug abzuholen. Zudem stellt ein Händler in Deutschland aktuell 40% seines Fahrzeugbestandes über ein Jahr auf seinen Hof und sucht über undifferenzierende Plattformen, wie mobile.de, seinen Kunden im Export. Der Wortlaut von Export Vermittlern “letzte Preis” ist leidiger Alltag – der gute Zustand und damit der höhere Preis ist an ferne Kunden nicht zu übermitteln.

Der lokale deutsche Händler hat keinerlei Möglichkeiten, direkt Einfluss auf Unternehmer im Export zu nehmen. Was benötigt er? Welches Budget hat er? Was sucht er in 3 Monaten? Die Kundennähe und das Wissen über die aktuelle Nachfrage sind nicht gegeben.

Unsere Analyse des Problems ist die inhärente Struktur des Gebrauchtwagenhandels. Die Fahrzeuge werden lokal angekauft und lokal in Deutschland abgestellt und über Plattformen, an internationale, teilweise 2000 km entfernte, Kunden angeboten. Preise werden anhand einzelner Erfahrungsberichte geboten – Margen teilweise absolut überschätzt.

Mit truckoo stoßen wir eine strukturelle Veränderung an: Von einem lokalen Ankauf für den internationalen Export-Vertrieb über Plattformen wie „mobile.de“ – hin zu einem internationalen Ankauf über truckoo für den lokalen Vertrieb an den eigenen lokalen Kundenkreis. Um das näher zu erläutern: Ein Händler in bspw. Rumänien kann über truckoo ein Fahrzeug aus Hamburg zu regulären Händler-Einkaufspreisen kaufen und sich dabei auf eben genau solche Fahrzeuge fokussieren, die stark von seinem lokalen Kundenkreis nachgefragt werden – auch auf Bestellung. Nicht der Händler im Land des Ankaufes, sondern der Händler in den entsprechenden Exportmärkten bedient die Nachfrage in seinem Land.

Wie ist die Idee zu truckoo entstanden ?

Max Füchsl hat viele Jahre in leitender Position als Geschäftsführer des Familienbetriebs tiefe Einblicke in die An- und Verkaufsprozesse des LKW-Handels bekommen. Diese langjährige Branchenerfahrung als auch unsere jeweiligen Erfahrungen in der deutschen als auch australischen Start-up Industrie haben den Grundstein für truckoo gelegt.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Das Konzept ist seit Mitte Februar live 😊

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Europaweite Nutzfahrzeug-Werkstätten agieren als truckoo Servicestation (www.truckoo.com/de/partnermap) und nehmen über die truckoo-App schnell und einfach Fahrzeugdaten und den detaillierten Zustand eines zum Verkauf stehenden Nutzfahrzeugs auf. In Echtzeit werden die Fahrzeugdaten zu truckoo geschickt und geprüft. Nach unserer Freigabe wird das Angebot international an Händlern -gemäß ihrer Präferenz- weitergeleitet. Die Händler bieten Preise auf die Fahrzeuge und treten über die Plattform truckoo in Preisverhandlung mit dem Verkäufer – natürlich in ihrer jeweiligen Landesprache. Bei Vorliegen einer verbindlichen Bestellung eines Händlers kauft truckoo das Fahrzeug des Verkäufers und fakturiert es sofort weiter an den Händler. Damit garantieren wir die Zahlung innerhalb von 24h, Abmeldung, Dokumentenhandling und Transportorganisation. truckoo erhebt gegenüber dem Händler eine Servicegebühr pro Transaktion – transparent sichtbar in jedem Angebot.

Wie genau hat sich truckoo seit der Gründung entwickelt ?

Die Resonanz im Markt ist absolut positiv.

Im Ankauf haben wir bereits über 40 Werkstätten Deutschlandweit, die mit uns kooperieren und fleißig zum Verkauf stehende Fahrzeuge aufnehmen. Und jede Woche werden es mehr. Immer mehr Werkstätten sprechen uns sogar proaktiv auf eine Kooperation an.

Auch im Verkauf wächst wöchentlich unser Netzwerk. Hier arbeiten wir aktiv mit unseren Sales Kollegen, die in ihrer jeweiligen Landessprache Händlern unser Konzept vorstellen. Hier sind wir in den wichtigsten Europäischen und MENA Regionen gut vertreten.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir übertreffen aktuell unsere Corona – Best – Case Forecasts. Und suchen nun aktiv motivierte Kollegen für unser Sales und Marketing.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben die FlixBus Gründer als Investoren an unserer Seite, die uns in enger Zusammenarbeit inhaltlich und mit ihrem großen Netzwerk stark unterstützen.

Vielen Dank für das Interview.

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