Umweltschonende Wasserkraft für die Energiewende: Tech-Startup Energyminer siegt beim Münchener Businessplan Wettbewerb 

(c) Andreas Gebert

Pressemitteilung:

Grüne Technologien, Medizintechnik und Künstliche Intelligenz im Finale.
– Auf den ersten drei Plätzen überzeugen Energyminer aus Inning am Ammersee, Sedivention aus Strasslach und baind aus München.

Die prämierten Startups machen Wasserkraft in seichten Flüssen umweltschonend nutzbar, behandeln Fettleibigkeit und entwickeln nachhaltige Software-Lösungen für Gewerbeimmobilien.
Die Teams erhalten Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro.
MÜNCHEN, 27.07.2023. Mit Wasserkraft saubere Energie erzeugen, ohne das Ökosystem Fluss zu beeinflussen: das macht das Startup Energyminer mit seinem Kleinst-Wasserkraftwerk möglich und gewinnt damit den diesjährigen Münchener Businessplan Wettbewerb von BayStartUP. Die neue, zum Patent angemeldete Technologie erzeugt in Flüssen schnell, sauber und kostengünstig Strom – ohne in das Fließverhalten des Wassers und den Lebensraum von Tieren und Pflanzen negativ einzugreifen. Platz zwei geht an das MedTech-Startup Sedivention. Das Team will mit einem neuartigen Katheter, der die Nervenfasern im Magen ambulant und nicht-invasiv verödet, Fettleibigkeit behandeln und das Abnehmen erleichtern. Den dritten Platz vergibt die Jury an baind. Das Unternehmen entwickelt eine GreenTech-Lösung für Gewerbeimmobilien und ermöglicht Energie- und CO2-Einsparungen durch eine KI-basierte Steuerung von Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung. BayStartUP kürte die drei Gewinner-Startups gemeinsam mit der LfA Förderbank Bayern im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in München.

Neben Siegerprämien in Höhe von 30.000 Euro allein in Phase 3, begleitenden Ausbildungsangeboten, ausführlichem Feedback auf alle eingereichten Geschäftspläne und Networking-Möglichkeiten zahlt sich der Wettbewerb für die teilnehmenden Startups auch deshalb aus, weil eine gute Platzierung in einer der drei Phasen häufig Ausgangspunkt für Anfragen von Kapitalgebern und Kunden aus der Industrie darstellt. Zu heute erfolgreichen Wettbewerbsalumni zählen u. a. Flixbus, eGym, Magazino, Quantum Systems oder Presize.

Richard Eckl, Geschäftsführer Energyminer GmbH, sagt: „Mit der Teilnahme am Wettbewerb möchten wir die Sichtbarkeit unseres Startups für Investoren erhöhen und für unsere Serie-A-Runde werben. Das Feedback der erfahrenen Jury hilft sehr dabei, sich gut weiterzuentwickeln. Wir selbst sind bereits seit über 10 Jahren in der Startup-Szene aktiv, und BayStartUP ist für uns eine der wichtigsten Institutionen für Gründer in Bayern.“

Fabian Brunner, Leiter des Münchener Businessplan Wettbewerbs bei BayStartUP, sagt: „Umweltfreundliche und neuartige Energiegewinnung durch Wasserkraft, künstliche Intelligenz im Gebäudemanagement und eine Technologie, die krankhaft Fettleibigen das Leben deutlich erleichtert: Die Gewinner-Startups haben mit ihren zukunftsweisenden Hochtechnologien das Potenzial, schon bald einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft zu haben. Auch die fünf weiteren Nominierten aus den Bereichen Sensorik, 3D-Druck, Energiehandel, PropTech und Umwelt-Reporting haben mit starken Konzepten wirklich gute Chancen am Markt.“ 

Stefan Höck, Mitglied des Vorstands der LfA Förderbank Bayern, sagt als Sponsoring-Partner des Wettbewerbs: „Die Geschäftsideen der Gründerteams des diesjährigen Münchener Businessplan Wettbewerbs sind sehr beeindruckend. Ich gratuliere den Siegern sehr herzlich. Die Teams tragen mit ihrem Engagement dazu bei, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit – etwa die Transformation hin zu Digitalisierung und klimafreundlichem Wirtschaften – zu finden. Für den langfristigen Erfolg bedarf es natürlich auch der passenden Finanzierung. Die LfA unterstützt Gründerinnen und Gründer deshalb mit Förderkrediten, Risikoübernahmen und Venture Capital.“  

Die drei Siegerteams im Überblick:

1. Platz: Energyminer GmbH aus Inning am Ammersee
Energyminer erschließt eine neue regenerative Energiequelle – die der kinetischen Wasserkraft ohne Eingriff in das Fließverhalten von flachen Gewässern. Das 2021 gegründete Unternehmen hat eine neue Technologie entwickelt und zum Patent angemeldet, die schnell, sauber, nachhaltig und kostengünstig elektrischen Strom in Flüssen produziert. Die Implementierung findet mit geringem Aufwand und ohne Natureingriff statt.   

2. Platz: Sedivention aus Strasslach
Sedivention will Fettleibigkeit durch Verödung des „Hungernervs“ vom Inneren des Magens aus behandeln. Dafür entwickelt Sedivention einen Katheter, den „Blizzard Ballon“. Die Nervenfasern, die das Hungergefühl vom Magen zum Hirn leiten, werden mittels Kälte vom Magen aus verödet – ambulant und nicht-invasiv. Der Patient verspürt danach keinen Hunger mehr und kann so leichter abnehmen. 

3. Platz: baind GmbH aus München
baind ermöglicht Energie- und CO2-Einsparungen in Gewerbeimmobilien durch eine KI-basierte Gebäudesteuerung. Gesteuert werden Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung und Beschattung. Dabei wählt die KI die energetisch optimale Strategie für alle Anlagen und berücksichtigt aktuelle und zu erwartende Bedingungen unter Einbeziehung von Energieerzeugungsanlagen, Speichern, Belegung und Wetter.

Außerdem waren folgende Startups im Finale nominiert:
additive electronics aus Gmund am Tegernsee elektrifiziert den 3D-Druck und bietet 3D-Drucker, Entwicklungssoftware und Tinten für additiv gefertigte 3D-Freiformelektronik für elektronische Bauteile, was neuartige Bauteildesigns und Funktionalitäten ermöglicht. Die einwert GmbH aus München verbindet Technologie und menschliche Expertise: einwert strafft den Prozess der Immobilienbewertung und liefert in kürzester Zeit Wertgutachten von höchster Qualität. Harmonize GmbH i.G. aus München gelingt mit seiner „Flavor Engineering Technologie“ die Synthese von Biotechnologien und Künstlicher Intelligenz, um den Geschmack von Lebensmitteln erstmals messbar und digital kontrollierbar zu machen. Hersteller können so den Geschmack von Lebensmitteln exakt designen. Otter Energy Trading aus München ermöglicht es Firmen, ihren selbsterzeugten Solarstrom mit Hilfe einer smarten Software profitabel über verschiedene Kanäle zu vermarkten.  Das Team der Telusio GmbH i.G. aus München ermöglicht die automatisierte Quantifizierung des Product Carbon Footprints. Die Software setzt auf eine smarte Verknüpfung bestehender Daten aus Kernsystemen (z.B. ERP-System) mit Lieferantendaten und CO2-Datenbanken. 

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