Pionierkraft, so könnt Ihr selbst produzierte Energie mit den Nachbarn teilen

Hallo Nico, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Pionierkraft kurz vor:

Hallo, ich habe zusammen mit Andi Pionierkraft gegründet. Andi, hat Elektrotechnik studiert und ist als technischer Geschäftsführer für die Entwicklung und Produktion unserer Lösung verantwortlich. Ich habe Betriebswirtschaft studiert und bringe als zweiter Geschäftsführer meine langjährige Vertriebs- und Managementerfahrung ein um unser Produkt in diesem Jahr erfolgreich in den Markt einzuführen und das Geschäft weiter auszubauen. Wir haben ein junges, hochqualifiziertes Team mit Mitarbeitern aus 5 Ländern, das wir jetzt sukzessive um branchen- und industrieerfahrene Kräfte erweitern. Wir sind alle Green-Tec- und Startup-Begeisterte mit dem gemeinsamen Ziel die Energiewende aktiv mitzugestalten.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir haben eine innovative Lösung aus Hardware und Serviceplattform entwickelt, die es Eigentümer von Mehrfamilienhäusern ermöglicht, eigenerzeugte Energie profitabel ab der ersten Partei mit ihren unmittelbaren Nachbarn zu teilen. Durch die Verbesserung der Rentabilität von dezentralen Erzeugungsanlagen ermöglicht die neue und kostensparende Art Energie zu teilen, erstmalig die wirtschaftliche Umsetzung von Mieterstrom in kleinen Mehrfamilienhäusern. So lässt sich der erforderliche Photovoltaik-Ausbau auf Dächern deutlich steigern und es profitieren auch Menschen ohne Eigenheim und eigener Erzeugungsanlage von der Energiewende. Pionierkraft löst zentrale Herausforderungen der Energiewende und fördert gleichzeitig die lokale Gemeinschaft und Wertschöpfung.

Wie ist die Idee zu Pionierkraft entstanden ?

Andi wuchs buchstäblich mit Photovoltaik auf – im elterlichen Elektro-Installationsbetrieb lernte er schon früh und aus erster Hand, welche Chancen in dieser Technologie liegen. Er erkannte auch, wo es bisher ein Defizit gab: Für das Teilen des Stroms, der mit Solaranlangen produziert wird, gab es bislang weder regulatorische noch technische Möglichkeiten, die praktikabel und wirtschaftlich gewesen wären. Während seines Elektrotechnik-Studiums ergriff er dann die Chance, konsequent an einer Lösung des Problems zu arbeiten. Mit Erfolg – und der führte zur Gründung von PIONIERKRAFT: Positiv bewertete Abschluss- und Projektarbeiten, erste Auszeichnungen als „Beste wissenschaftliche Idee“, Unterstützung durch Hochschule und Professor sowie die enorme positive Resonanz eines Interviews im pv magazine bestärkten Andreas in seiner Vision und den Wunsch gemeinsam mit mir erneuerbare Energien auch Menschen ohne eigene Erzeugungsanlage zugänglich zu machen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Pionierkraft erklären ?

Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der man eigenerzeugte Energie, bspw. aus einer Photovoltaik-Anlage, mit seinen Nachbarn teilen kann.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Geld verdienen wir durch den Verkauf unser Hardware und digitalen Services mit denen wir wiederkehrende Erlöse erzielen. Wir bieten dem Kunden ein „Rund-um-Sorglos-Paket“ damit er bei der Stromvermarktung keinerlei Aufwände hat und bieten ihm weiteres Services damit er seine Energienutzung und -verteilung weiter optimieren kann.

Wie genau hat sich Pionierkraft seit der Gründung entwickelt ?

Wir haben das Unternehmen im April 2019 mit einem Mitarbeiter gegründet, hatten kaum Unterstützung und haben die kostenlosen Büroräume eines Accelerators genutzt. Mittlerweile sind wir zu 10, haben eigene Büros im Münchner Technologiezentrum, ein großes Unterstützernetzwerk und unser Produkt und Geschäftsmodell erheblich weiter entwickelt. Darauf sind wir sehr stolz.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Wir haben bestimmt einige Fehler gemacht. Aber wichtig ist, dass wir daraus gelernt haben und als Gründerteam daran gewachsen sind. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist der Aufbau eines qualifizierten, zuverlässigen und zukunftsfähigen Teams. Daran arbeiten wir gerade und sind auf einem sehr guten Weg.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben Ende 2019 eine erste Finanzierungsrunde mit branchenerfahrenen Business Angels und dem europäischen Treiber für Energie-Innovationen EIT InnoEnergy abgeschlossen. Darüber hinaus erzielen wir gerade die ersten Umsätze und nutzen weitere Erlösquellen, wie Förderungen und Preisgelder. Zur Finanzierung unseres Markteintritts befinden wir uns aktuell in der zweiten Finanzierungsrunde.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

In den nächsten 12 Monaten wollen wir uns erfolgreich im Markt etablieren, unser Produkt weiter entwickeln und Prozesse und Strukturen für die Wachstumsphase unseres Unternehmen vorbereiten.

Vielen Dank für das Interview.

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