BoatOfficer – Fernüberwachung für Dein Boot

Hallo Hendrik, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei ThingsOfficer kurz vor:

Hi! Danke für die Einladung – ich bin Hendrik Basler und Gründer der ThingsOfficer GmbH, vielleicht bekannter (wenn überhaupt) ist meine Marke BoatOfficer unter der ich eine Fernüberwachung für Boote entwickle und vertreibe. Von Haus aus Mechatronik-Ingenieur mit einigen Jahren Berufserfahrung in der Embedded Elektronik und auch der Bootsbranche.

Mit im Boot (haha) seit ein paar Monaten ist Jakob Reinehr, der die Daten, die die Elektronik vom Boot ins Internet schiebt, aus dem Internet wieder heraus holt und auf der App hübsch anzeigt und verwaltet.

Selber bin ich schon seit der Jugend ein Wassersport-Fan und Segler. Jakob kommt diesen Sommer zur Promo-Tour zum ersten Mal mit auf Segeltörn. Habe ich ihn so für diesen Job geködert? Vielleicht. 😉

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir entwickeln eine Fernüberwachung für Boote – jeder zweite von euch kennt das ja: Man sitzt gemütlich beim Grillen, weit weg vom See und fragt sich, ob die Yacht (oder Jolle, oder Schlauchboot) denn noch am Platz liegt, beim letzten Regenguss die Plane dicht gehalten oder die Batterie an Bord noch voll ist. Wie entspannt wäre es dagegen, das mal eben auf dem Smartphone nachzusehen? Und im Falle eines Falles bekommst du gleich einen Alarm.

Welches Problem wollt Ihr mit BoatOfficer lösen ?

Kosten und Ärger bei einem der schönsten Hobbies sparen. Das Hobby Bootfahren und Segeln auf elegante Weise in die digitale Gegenwart bringen.  

Wie ist die Idee zu BoatOfficer entstanden ?

Einerseits war ich schon länger in der Bootsbranche beruflich in der Hardware- und Software Entwicklung aktiv. Andererseits habe ich nebenberuflich einen MBA gemacht und musste eine Hausarbeit zu einer Gründung oder einem Projekt schreiben. Was soll ich sagen? Eines kam zum anderen, die richtigen Fragen mussten gestellt werden, die bisherige Erfahrung neu interpretiert werden usw.

Die Hausarbeit habe ich dann sehr ernst genommen, das MBA Studium ist nun schon längst abgeschlossen, aber die Hausarbeit ist… nun, etwas eskaliert.  

Wie würdest Du Deiner Großmutter BoatOfficer erklären ?

Du, Oma, wie wäre das eigentlich, wenn du nicht täglich zum Schrebergarten radeln müsstest, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist? Sondern stattdessen auf einem modernen Wischkastl, Infos darüber hast, wie voll die Regentonne ist oder ob jemand das Gartentor aufmacht. Ja natürlich richte ich dir das in wenigen Minuten ein.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

In technischen Details hier und da ja. Im Großen und Ganzen nicht, wobei sich abzeichnet, dass in bestimmten Bereichen auch ein Projektgeschäft möglich ist. D.h. Kunden die viele Boote haben oder verkaufen, aber hier und da eine Anpassung gebrauchen könnten.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir verkaufen die Elektronik, den „BoatOfficer Blue“ ab diesem Sommer 2020. Die App dazu ist kostenlos und es fallen keine Abo-Kosten an.

Klingt nach unternehmerischem Wahnsinn? Nur ein bisschen: Wir werden den Leistungsumfang mit einer Premium App (im Abo-Modell) dann noch erweitern. Außerdem wird es verschiedene Sensoren als Zubehör geben (Wassersensor, Tür-Kontakt-Sensor…).

Wie genau hat sich BoatOfficer seit der Gründung entwickelt ?

Nun, der erste Business-Plan vor allem der Zeitplan ist sicherlich überholt. Jetzt, kurz vor der Markteinführung ist es aber schön zu sehen, dass es sich hier und da noch mal gelohnt hat einen Schritt zurück zu gehen und etwas zu verbessern.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Richtig schief gegangen ist bisher nichts. So lange man etwas lernt und es einem nicht den Kopf oder die gesamte Liquidität kostet, waren es immer wertvolle Schritte.

Die Idee, das Gehäuse neben der Elektronik auch noch selber zu entwickeln, hätte man sich im Nachhinein sparen können. Viel Zeit für ein verworfenes Ergebnis, das keiner sehen wird.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Eigentlich hatte ich den Tipp schon zig Mal gehört: Mache das, was du sehr gut kannst und dein Kerngeschäft ist selber, und schaue ob du den Rest nicht kaufen oder entwickeln lassen kannst.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Puh, wo kann man das schon sagen? Das Produkt gefällt uns sehr, die Testkunden freuen sich darauf, der Zuspruch ist durchweg positiv, wir haben großen Spaß an der Sache und haben noch Geld. Klingt doch nicht so schlecht, oder?

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Gründungszuschuss zu Beginn, Bootstrapping, freiberufliche Zuarbeit als Software-Entwickler, Erspartes und Privatkredite.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Auf den Markt kommen, zufriedene Kunden erleben, steigende Verkaufszahlen sehen und ein tragbares Geschäft entwickeln. Dabei weiterhin mit viel Spaß an coolen Produkten und smarten Lösungen arbeiten und den inneren CTO sowie CFO und in Summe den CEO stolz und zufrieden machen… und ja, auch ab und an selbst wieder etwas Zeit auf dem Wasser zu verbringen.

Vielen Dank für das Interview.

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