Hallo Cornelius, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei BlitzMinds kurz vor:

Hallo, ich freue mich sehr über dieses Interview. Mein Name ist Cornelius und ich bin der Gründer von BlitzMinds. Mein Mitgründer Andreas leitet die Softwareentwicklung unserer Innovationsplattform.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir ermöglichen Unternehmen ein digitales Innovationsökosystem aufzubauen. Mit unserer extrem flexiblen Graphdatenbank können Unternehmen, Innovation Labs und Innovation Hubs ihre Projekte strukturiert ablegen und so auf bestehenden Innovationen aufbauen, Erfolgsfaktoren identifizieren und den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich begegnen.

Welches Problem wollt Ihr mit BlitzMinds lösen ?

Neue Megatrends wie künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge oder auch die durch COVID-19 forcierte Digitalisierung stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Wird mein Geschäftsmodell in Zukunft noch funktionieren? Wie muss ich mich aufstellen und welche Innovationen braucht mein Kunde?

Um diese Fragen zu beantworten investieren Unternehmen rund um den Globus massiv in Innovation. Jedoch hat kaum ein Unternehmen einen echten Überblick über die Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge sowie entstandenes Wissen. Diese Lücke schließen wir.

Wie ist die Idee zu BlitzMinds entstanden ?

Unsere Idee stammt eigentlich aus der Industrie. Ich war als Innovationsconsultant in einem großen deutschen Unternehmen damit beauftragt eine digitale Lösung zu erarbeiten, die die gesammelten Kundenstimmen und sogenannte „User Insights“ effizient im Konzern verfügbar macht. Unser Konzept stieß auf Begeisterung und wir wurden von Consultants zu einer eigenständigen Unternehmung.

Wie würdest Du Deiner Großmutter BlitzMinds erklären ?

In großen Unternehmen arbeiten oft viele Mitarbeiter die keinen Kundenkontakt haben. Wir helfen Unternehmen dabei ihre Produkte besser an den Bedürfnissen der echten Kunden und Nutzer auszurichten. Dazu haben wir eine Datenbank voller Kundenstimmen, Ideen, Insights und Prototypentests die miteinander verknüpft werden können entwickelt. So kann jeder Mitarbeiter sich an den Nutzerbedürfnissen orientieren und noch bessere Produkte entwickeln.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Natürlich! Wir haben festgestellt, dass gerade agile Innovationsprozesse sich unterscheiden und je nach Projekt auch anpassbar sein müssen. Eines unserer Alleinstellungsmerkmale ist seither das Management Cockpit in dem jeder Admin seine eigenen Innovationsprozesse abbilden oder im Baukastenprinzip aus existierenden Prozessschritten zusammensetzen kann. Das verschafft unseren Nutzern ein Maß an Flexibilität, die so keine andere Software bietet.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir sind ein klassischer Software as a Service Anbieter. D.h. wir bieten verschiedene Lizenzpakete mit unterschiedlichen Inhalten an. Oft starten wir mit unseren Kunden in einem Proof of Concept, der primär aus einer Beratungsleistung unsererseits besteht an deren Ende wir die Kundenprozesse in unserer Software modellieren. Dann können sich die Entscheidungsträger auf Basis echter Daten ein Bild machen.

Wie genau hat sich BlitzMinds seit der Gründung entwickelt ?

Wir haben durchaus einige Phasen hinter uns. 2016 starteten wir als Studententeam und entwickelten eine erste Version unserer Software, die jedoch noch nicht voll einsatzfähig war. 2018 nach Ende unserer Studienzeit war ich der einzige, der das Projekt weiterführen wollte und fand mit Andreas meinen heutigen Partner. Wir sind mittlerweile mit zwei erfahrenen Business Angels und mehreren Mitarbeitern so weit, dass die Software und die Strukturen sich professionalisiert haben. Unsere Software ist bereits in mehreren Großunternehmen und einigen kleineren Innovationszentren im Einsatz.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir sind aktuell zu viert, nachdem wir durch die Corona Pandemie die zugesagte Wachstumsfinanzierung leider nicht durchführen konnten. Unsere Umsätze will ich hier natürlich nicht nennen, aber wir werden trotz der Krise ein deutliches Wachstum verzeichnen können.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?

Die Frage sollte wohl eher lauten: Was hat geklappt? Ich glaube jeder Gründer muss lernen, dass wenig so klappt wie man sich das initial vorstellt und immer wieder neue Lösungen gefunden werden müssen. Auch bei uns gab es Rückschläge, wie ein riesiger Neukunde, der drei Wochen vor Vertragsunterzeichnung aufgrund eines Wechsels in der Führungsetage plötzlich einen Rückzieher macht. Solche Sachen gehören wohl einfach dazu, tun aber in dem Moment schon ziemlich weh.

Was habt Ihr daraus gelernt?

Diversifizieren. Wir sind seither in der Lage auch deutlich kleineren Unternehmen unsere Software profitabel zur Verfügung zu stellen um nicht so abhängig von wenigen Großaufträgen zu sein.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht?

Das muss die Zeit zeigen, aber unsere Business Angels sind unfassbar gute Partner und wir haben eine Vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch unsere Produktentwicklung trifft den Bedarf der Kunden, denn unsere neuen Features kommen richtig gut an. Aber wir haben ja auch eine gute Datenbank um die Kundenstimmen wiederzufinden 😉

Wie ist Euer Startup finanziert?

Zu gleichen Teilen aus Umsätzen und Eigenkapital. Eigentlich würde uns weiteres Wachstumskapital guttun, denn wir schaffen es schon jetzt deutliches Wachstum zu generieren. Leider wird das während Corona wohl schwierig. Dennoch begreifen wir die Krise und die daraus resultierenden Trends zu Digitalisierung und höherer Innovationsbedarfe als Chance für unser Unternehmen.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir wollen zwei neue Großkunden gewinnen und unser Produkt anhand bereits gut durchdachter Milestones stetig verbessern. Es gibt viel zu tun!

Vielen Dank für das Interview.

Auch von mir vielen herzlichen Dank.

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