Hallo Tobias, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei anybill kurz vor:

Ich bin Tobias Gubo, Gründer und Geschäftsführer bei anybill. Ich verantworte bei anybill insbesondere die Entwicklung unserer Produkte sowie die technische Kommunikation mit unseren Partnern. Unser Team ist sehr stark Technologie getrieben und unser Fokus liegt darauf dem stationären Handel smarte Lösungen rund um das Thema digitale Belege und die Vernetzung am Point of Sale zu bieten.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startups, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Mit anybill können Kassenbelege digital und gesetzeskonform ausgestellt und den Kunden zur Verfügung gestellt werden. Hierfür bietet anybill verschiedene Möglichkeiten der Belegausstellung an. Bei einem vorhandenen Kundendisplay an der Kasse kann der Kassenbeleg in Form eines QR Codes ausgestellt und einem anonymen Kunden zum Scannen mit der Smartphone Kamera oder aus der App angeboten werden. Desweiteren besteht die Möglichkeit, wenn der Kunde zuvor die App mit der anybill Technologie installiert hat, den QR/Strich-Code in der App am Scanner der Kasse zu scannen und somit den Beleg direkt digital in die App zu erhalten und dort dann zu verwalten. Zusätzlich zur eigenen App bietet anybill auch White-Label-Lösungen zur Nutzung der Technologie in Dritt-Apps an.
Der Funktionsumfang geht jedoch weit über die digitale Belegausgabe hinaus. Unser Ziel ist es dem Kunden im offline Handel mit so wenig Kontaktpunkten wie nötig so viele Mehrwerte wie möglich zu bieten – von Mobile Payment inklusive des digitalen Kassenbeleges, über Smart Couponing und Loyalty. Die verschiedensten Möglichkeiten des Belegerhalt und die Bandbreite an Zusatzfeatures zeichnet anybill aus.

Welches Problem wollt Ihr mit anybill lösen ?

Auf Enduserseite besteht häufig das Problem das alte Belege oftmals verblasst oder schlichtweg verloren gegangen sind, um sie für Garantiezwecke oder die Buchhaltung verwenden zu können. Dieses Problem wollen wir angehen und den gesamten Prozess angefangen mit der Belegübertragung bis hin zur Aufbewahrung digitalisieren. Des weiterem fallen durch die große Anzahl an gedruckten Belegen jede Menge an Müll an, der eigentlich vermieden werden kann.

Auf Seite der B2B Kunden also den Retailern und Banken sehen wir im Moment große Bewegung im Markt uns es besteht großes Interesse sich mit modernen Zusatzfeatures vom Wettbewerb abzuheben. Auch auf Grund der Corona Krise ist die Nachfrage nach digitalen Lösungen am Point of Sale zuletzt deutlich gestiegen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter anybill erklären ?

Eine App, mit der Belege nicht mehr gedruckt, sondern direkt digital aufs Smartphone gelangen.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Ja definitiv! Anfangs hatten wir uns mehr darauf fokussiert mit der anybill App eine Plattform und Lösung für Endverbraucher also B2C Kunden zu schaffen. Heute hat sich unser Fokus mehr in die B2B2C Richtung verlagert, da uns aufgefallen ist, dass bei vielen Händlern oder auch Banken großes Interesse an White-Label-Lösungen für Digitale Belege und darauf aufbauende Features wie beispielsweise Smart Couponing oder Mobile Payment besteht.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Unser Geschäftsmodell ist ziemlich vielseitig aber im Allgemeinen haben wir zwei große Kundengruppen. Auf der einen Seite bieten wir Retailern anybill als digitalen und nachhaltigen Service für Ihre Kunden anzubieten. Andrerseits haben wir auch individuelle Lösungen für beispielsweise Banken entwickelt, womit diese dann Features wie digitale Belege in der Banking App nutzen können.

Wie genau hat sich anybill seit der Gründung entwickelt ?

Wie weiter oben erwähnt, hatten wir einen kleinen Pivot in Richtung B2BC wodurch wir inzwischen die verschiedensten Features aufbauend auf digitale Belege wie z.B. Smart Couponing, Loyalty oder sogar Mobile Payment für Retailer und auch Banken als Service anbieten.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir haben uns in letzter Zeit sehr schnell entwickelt und konnten, mit zusätzlicher Unterstützung unseres Partners fino, schon ein kleines Team aufbauen. Dabei haben wir hauptsächlich die nähe zu unserer lokalen Universität genutzt und arbeiten unterwandern viel mit Werksstudenten zusammen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

An etwas Konkretes, das so richtig schief gelaufen ist kann ich mich jetzt direkt gar nicht erinnern was sich allerdings als herausfordernd dargestellt hat, ist die Akquise und Handling von unseren Partnern im Retailer- und Kassensoftware Bereich. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir mit so vielen Partnern aus unterschiedlichen Branchen gleichzeitig zusammenarbeiten. Dafür konnten wir aber mittlerweile den richtigen Weg finden und uns einen Namen in den unterschiedlichen Branchen machen.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Networken, Networken, Networken …

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich denke einer unserer wichtigsten Entscheidungen war eine Partnerschaft mit dem FinTech fino einzugehen, da wir dadurch auf eine Menge Know How zurückgreifen können und zusätzlich wertvolle Kontakte aus der Banking Branche erhalten.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Unser größtes Ziel und gleichzeitig auch größte Herausforderung ist es bei möglichst vielen Händler verfügbar zu sein. Dabei sind wir mit ein paar abgeschlossenen Integrationen und Verträgen mit Retailern und POS Software Anbietern schon auf dem richtigen Weg. Allerdings haben wir uns das Ziel gesetzt innerhalb von einem Jahr mit 4 großen Retailern und 4 großen Banken Verträge abgeschlossen zu haben.

Vielen Dank für das Interview.

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